Sportler des Jahres 2025: Daniel Tschofenig
Der Sportler des Jahres „erfliegt“ sich seine Träume und gehört damit zu den besten Sportlern –
nicht nur Österreichs, sondern der ganzen Welt. Trotz seiner Höhenflüge hat er seine Wurzeln nicht verloren.
Sport ist die Sprache, in der Träume Wirklichkeit werden!“ Mit diesen Worten wurde die diesjährige Sportgala in Wien feierlich eröffnet. Doch für Daniel Tschofenig ist Sport noch viel mehr: Er gibt ihm Struktur, Motivation und Freude. Damit hat er sich seine großen Träume, wie den Sieg der Vierschanzentournee und des Gesamtweltcups, erfüllt. Mit diesen großartigen Leistungen ist er für viele junge Athletinnen und Athleten ein großes Vorbild geworden – eine Chance und auch eine Verantwortung, die ihm bewusst ist und die er auch gerne übernimmt, weil er Bewegung und vor allem den Spaß daran als einen wichtigen Bestandteil unserer Gesellschaft sieht. Schon immer wollte Daniel Skispringer werden. Da Aufgeben für ihn sowieso nie infrage gekommen ist, gab es auch keine Alternative, als sich neben Karl Schnabl – einem weiteren, großartigen Skisprungtalent aus der Heimat von Daniel Tschofenig – einzureihen. Um seine Ziele zu erreichen, darf man sich von Rückschlägen nicht entmutigen lassen, muss neugierig bleiben und an sich glauben sowie den Fokus nie verlieren. Genau diese Ratschläge, die er auch seinem jüngeren Ich auf dem Weg geben würde, hat er in die Tat umgesetzt und ist immer wieder drangeblieben. An die Weltspitze der Skispringer wollte er schon immer hin und hat es mit viel harter Arbeit auch erreicht. Trotz seiner großen Leidenschaft für diesen Sport war es auch für ihn stets harte Arbeit. Doch es hat sich schließlich gelohnt.
Auszeichnung mit Überraschung
Mit der Auszeichnung zum Sportler des Jahres hat er etwas erreicht, womit er selbst nicht gerechnet hatte. „Es gibt in Österreich so viele großartige Sportlerinnen und Sportler mit beeindruckenden Leistungen – da war die Konkurrenz enorm. Gerade mit Sepp Straka und Raphael Haaser waren zwei absolute Top-Athleten nominiert. Raphael hätte ich als Heimweltmeister als Favoriten gesehen. Umso größer war die Freude, als mein Name tatsächlich aufgerufen wurde.“ Da ist es nur verständlich, dass er sich vor allem über die persönliche Gratulation seiner Eltern sehr freute. Ohne ihren Rückhalt wäre diese besondere Karriere wohl nicht möglich gewesen. Dass darauf angestoßen werden musste, war schließlich für seine Skisprung-Kollegen, seine Familie und seine Freunde selbstverständlich.
Zuhause in Hohenthurn
Gefeiert wird dann bestimmt auch noch in Hohenthurn, wenn Daniel wieder Zeit findet, um in seiner Heimat ein paar Tage auszuspannen. Aufgrund des Erfolgs bleibt momentan kaum Zeit, um durchzuatmen. Wegen seiner öffentlichen Verpflichtungen jagt ein Termin den nächsten. Dennoch darf die Erholung nicht zu kurz kommen. Deshalb freut er sich schon sehr darauf, nach Hause zu kommen, um dort wieder mit dem Lift auf das neueröffnete Dreiländereck zu fahren und die Aussicht über seine Heimat zu genießen – so wie er es auch nach anstrengenden und fordernden Trainingseinheiten gerne macht. Bei seinen Freunden und seiner Familie in Hohenthurn fühlt er sich sehr wohl. Das ist einfach sein Zuhause. Hier kann er abschalten und neue Kraft tanken. Auch wenn er mittlerweile die Liebe zu und in Kanada gefunden hat. So tauscht er den von ihm so oft besuchten Faaker See doch gerne einmal gegen die Weiten und die Natur des großen weißen Nordens, um Zeit mit seiner Freundin Alexandria Loutitt zu verbringen.
Berufsbedingt lebt er aber seit einigen Jahren in Innsbruck. Dort bereitet er sich auch schon wieder auf die kommende Saison vor. Neben den bisher erzielten Leistungen wird es wohl auch in diesem Winter wieder um viele Punkte im Weltcup gehen. Zudem arbeitet er verständlicherweise auch auf Erfolge bei Olympia 2026 hin. Das Wichtigste für ihn – und das sollte es für jeden sein – ist dennoch die Leidenschaft für den Sport und der Spaß am Skispringen. „Wenn das gelingt, kommt der Rest von ganz allein.“
Text: Stefanie Weger

